GUTEN MORGEN SONNTAG

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Das neue, junge Orchester

geschrieben von Stefan Zillich
„Eroica Berlin“ wird am 20. Dezember in Wilhelmshaven auftreten. „Eroica Berlin“ wird am 20. Dezember in Wilhelmshaven auftreten. FOTO: VERANSTALTER/Peter Adamik

WILHELMSHAVEN/GMS - Zum vierten Konzert der Sinfoniekonzerte Wilhelmshaven in dieser Saison reist eine Orchesterneugründung der letzten Jahre aus der deutschen Hauptstadt an: Eroica Berlin. Das 2015 von jungen hochbegabten Nachwuchsmusikern gegründete Kammerorchester stellt sich am Donnerstag, dem 20. Dezember, um 20 Uhr, in der Stadthalle Wilhelmshaven unter der Leitung seines Gründers Jakob Lehmann vor. Neben der namensgebenden dritten Sinfonie von Beethoven stehen Richard Wagners Siegfried-Idyll sowie dessen Wesendonck-Lieder auf dem Programm, die die international gefragte deutsche Mezzosopranistin Lioba Braun interpretieren wird.

Die Mitglieder von Eroica Berlin eint die direkte, ungefilterte Übertragung von Emotionen sowie das Einbeziehen der Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis ebenso wie die Überzeugung, dass in der heutigen Event- und Performancekultur trotz allem die Musik selbst und ihr Gehalt im Mittelpunkt stehen müssen. Die Musiker, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, suchen mit Energie und Enthusiasmus nach Wegen, der klassischen Musik in der Welt der Zukunft die zentrale Stellung einzuräumen, welche sie in ihrem eigenen Leben bereits besitzt. Dies erläutert der Künstlerische Leiter Jakob Lehmann voller Überzeugung: „Meine Meinung ist, dass man klassische Musik nur dann attraktiv machen kann, wenn man selber dran glaubt, wenn man wirklich selbst überzeugt ist von dem, was man tut und genau diesen Punkt mit anderen teilen möchte.“ Jakob Lehmann, 1991 in Berlin geboren, spielt seit seinem siebten Lebensjahr Violine und studierte an der Universität der Künste Berlin. Als begeisterter Kammermusiker sowie Konzertmeister folgte er Konzerteinladungen ins In- und Ausland. Lehmann hat sich intensiv mit historischer Aufführungspraxis auseinandergesetzt und ist neben seiner Tätigkeit als Dirigent bei Eroica Berlin seit 2015 auch als Konzertmeister beim Orchester Anima Eterna Brugge, welches zuvor bei den Sinfoniekonzerten Wilhelmshaven zu Gast war. Richard Wagner hat nur 20 Lieder geschrieben, dennoch der Gattung durch die Neuheit seiner musikalischen Mittel maßgebliche Impulse verliehen. „Die fünf Gedichte für eine Frauenstimme“, erst später Wensendonck-Lieder genannt, schrieb Wagner im Züricher Asyl in den Monaten November 1857 bis Mai 1858. Biografisch interessant sind sie als Ergebnis der aufwühlenden Beziehung des Komponisten zu Mathilde Wesendonck, der Autorin der Gedichte und Ehefrau des Wagner-Förderers Otto Wesendonck. Musikalisch wiederum sind sie von zentraler Bedeutung im Gesamtwerk Wagners, da er zwei der Lieder ausdrücklich als Studien zu „Tristan und Isolde“ bezeichnet hat: „Im Treibhaus“ nimmt das Vorspiel für den dritten Aufzug des „Tristan“ vorweg und „Träume“ lässt bereits die Harmonien von Brangänes Nachtgesang erahnen. Gesungen werden sie in Wilhelmshaven von der deutschen Mezzosopranistin Lioba Braun. Nach einem spektakulären Einspringen bei den Bayreuther Festspielen 1994 als Brangäne unter Daniel Barenboim, begann die internationale Karriere der Künstlerin als Wagner-Sängerin, die sie u.a. an die Mailänder Scala, die Dresdner Semperoper, die Wiener Staatsoper, die Opernhäuser Leipzig, Berlin, Zürich, Stuttgart, Rom das Teatro Real Madrid und das Liceo Barcelona führte. Daneben war Lioba Braun über Jahre hinweg gefragter Gast am „Grünen Hügel“ in Bayreuth. Das zweite auf dem Programm stehende Werk von Wagner, das Siegfried-Idyll, ist eine rund zwanzig-minütige sinfonische Dichtung. Die schrieb der Komponist 1870 heimlich als Geschenk für seine Gattin Cosima in Erinnerung an die Geburt des ersten Sohnes – Siegfried, geboren 1869. Es verwendet überwiegend Motive aus dem Bühnenwerk „Siegfried“, dem dritten Teil der berühmten „Ring des Nibelungen“-Tetralogie, insbesondere aus dem zweiten und dritten Akt.

Die zweite Konzerthälfte weist mit der dem Ensemble seinen Namen gebenden dritten Sinfonie Es-Dur „Eroica“ von Beethoven ein weiteres maßstabsetzendes Werk der Musikgeschichte auf. Mit rund 50 Minuten Spieldauer stellte die Komposition allein vom Umfang her alles in den Schatten, was die Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts an Sinfonien kannten. Beethoven hatte sie in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts wohl ursprünglich als Hymne auf Napoleon Bonaparte konzipiert. Als der Franzose sich dann aber 1804 zum Kaiser krönen ließ, soll der eher republikanisch gesinnte Komponist verärgert die Titelseite der Partitur zerrissen und ausgerufen haben: „ Ist der auch nicht anders wie ein gewöhnlicher Mensch! Nun wird er auch alle Menschenrechte mit Füßen treten(…), ein Tyrann werden!“ Erstmals öffentlich aufgeführt wurde die Sinfonie am 7. April 1805 im Theater an der Wien, doch der Zuspruch des Publikums war gering. Heute gilt sie als Schlüsselwerk des 19. Jahrhunderts und Meilenstein in der Gattungsentwicklung der Sinfonie und ist eines der beliebtesten und meist aufgeführten Werke Beethovens.

Tickets gibt es im Vorverkauf in Wilhelmshaven in der Tourist-Information, Ebertstraße 110, über das Internet unter www.stadthalle-wilhelmshaven.de sowie in den zahlreichen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

 

 

 

Geöffnet hat der Weihnachtsmarkt von montags bis mittwochs 14.30 Uhr bis 20 Uhr, donnerstags und freitags 14.30 Uhr bis 21 Uhr, sowie samstags und sonntags von 11 Uhr bis 21 Uhr. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden die Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes von Donnerstag bis Sonntag um eine Stunde verlängert. Hier wird auf den Wunsch zahlreicher Besucher/innen eingegangen und auf ein dementsprechend guten Zuspruch gehofft, so Maike Theesfeld von der Stadt Jever. Am Heiligabend, sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag, bleibt der Weihnachtsmarkt geschlossen.

Am Freitag, dem 7. Dezember, laden Jevers Geschäftsleute zu einer „Langen Einkaufsnacht“ ein. Bis 23 Uhr darf nach Lust und Laune und in Ruhe eingekauft und gebummelt werden. Ein Abstecher zum Weihnachtsmarkt bietet sich da förmlich an.

Hier dürfen sich die Besucher/-innen auf Live-Musik freuen, während die beliebten XXL-Stelzenläufer in Form von Lichtgestalten als Walking-Act durch die Einkaufsstraßen stolzieren. Im und rund um das Graftenhaus findet während der Langen Einkaufsnacht das 4. Lichterfest statt.

Kurz vor Weihnachten, am 3. Adventssonntag, öffnen die Jeverschen Geschäftsleute noch einmal von 13 Uhr bis 18 Uhr ihre Türen. Der Verein Jever Aktiv teilt zudem mit, dass die Geschäfte in der Innenstadt an den Adventssamstagen bis 18 Uhr geöffnet haben.

„Die Sonnenkäfer – ein Haus für Kinder“ bieten an den Adventssamstagen wieder ihr professionelles Betreuungsangebot: Mit Kindern im Alter von bis zu acht Jahren wird samstags in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr gesungen, gebastelt und gebacken. Auch ein gemeinsamer Besuch des Weihnachtsmarktes steht auf dem Programm. Anmeldungen nimmt das Sonnenkäferhaus unter der Telefonnummer 04461 - 916480 entgegen.

Ein Geschenktipp zum Schluss: der „Wünsch-Dir-was-Gutschein“, einlösbar in vierzig Geschäften in Jever und ausstellbar ab einem Wert von fünf Euro, wird jedes Jahr zur Weihnachtszeit stark nachgefragt. Erhältlich ist dieser bei der Volksbank Jever, der Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg in Jever und der Filiale der Oldenburgischen Landesbank in Jever.

Ein Programmflyer zum Weihnachtsmarkt & mehr ist seit dem 23. November auf der Homepage der Stadt Jever unter www.stadt-jever.de abrufbar.

 

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